Das Arnstädter Schloß "Mon plaisir" hat im 17.
Jahrhundert nur wenige Jahre als Residenz gedient. Heute beherbergt das neue Schloß
eine Puppenstadt, die die Herrschafts- und Lebensverhältnisse einer kleinen
mitteldeutschen Residenz eindrucksvoll und einmalig im Kleinformat abbildet.
"Mon plaisir" - mein Vergnügen - hat die Fürstin
Auguste Dorothea ihr zeitgenössisches Sittenbild genannt, das sie von unbekannten,
aber talentierten Untergebenen hat herstellen lassen. Um dieser einmaligen Komposition
willen hat sie sich in Schulden gestürzt.
Aber eine ganz kleine Stadt mit einem Hof, mit höfischem Zeremoniell und Brimborium,
eine die Residenz tragende Land- und Stadtwirtschaft, ein Ensemble, das nicht zum Kinderspiel,
sondern zur wohlgefälligen und belehrenden Betrachtung aufgestellt war, das war einmalig,
einer fürstlichen Laune entsprungen. Eine bleibende Würdigung der handwerklichen
Leistungen, der bürgerlichen Dienste, der höfischen Pflichten und der herrschaftlichen
Vergnügungen - weltweit einmalig - aber alles im Thüringischen Kleinformat.
Typisch, genau, originell.