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 Aktuelle Informationen aus Thüringen
 
 Bratwurstmuseum in Holzhausen eröffnet
 
Am 28. Mai 2006 wurde ein Bratwurstmuseum in der thüringischen Gemeinde Holzhausen eröffnet. In dem Neubau erhalten die Besucher Informationen zur mehr als 600 Jahre alten Tradition der Thüringer Wurstherstellung.

 Abschnitt der BAB 71 zwischen Erfurt und
 Schweinfurt fertiggestellt
 
Am 17. Dezember 2005 wurde die Teilstrecke der Bundesautobahn A71 Meiningen-Süd bis Bad Kissingen für den Verkehr freigegeben, womit der 1,6 Milliarden Euro teure und 152 km lange Hauptabschnitt von Erfurt über den Thüringer Wald bis nach Schweinfurt fertiggestellt war. Der Autobahnneubau, der 1996 begonnen wurde, ist Teil des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit Nr. 16. Mit ungefähr 10 Millionen Euro pro Kilometer ist die Strecke eine der teuersten Straßen, die in Deutschland je gebaut wurden. Die Gesamtfertigstellung der A71 ist im Jahre 2009 mit der Inbetriebnahme des Restabschnitts Erfurt – Sangerhausen geplant. Zu diesem Zeitpunkt werden ca. 40.000 Autos am Tage auf der neuen Strecke erwartet. Mit dem Neubau der BAB 71 zwischen der geplanten A 38 im Autobahndreieck Oberröblingen und Schweinfurt (Anschluß an die A 70) erfolgt die Herstellung der Nord-Süd-Achse für den Verkehr in der Mitte Thüringens.
Quelle: „Hallo Erfurt“ vom 14. Januar 2006


 Im Nationalpark Hainich öffnet der Baumkronenpfad
 
Am 27. August 2005 öffnet Deutschlands höchster und längster Baumkronenpfad bei Craula im südöstlichen Teil des Nationalparks Hainich.
Maßgeblich wurde der Standort für den „Wanderweg in den Wipfeln“ durch das Vorhandensein urwaldartiger Baumstrukturen und möglichst vieler Baumarten auf engstem Raum sowie durch das Vorkommen unter- schiedlicher Strukturelemente vom Totholz bis zum Jungwald bestimmt. Das Bauwerk steht so in einem urwaldähnlichen Laubholzbestand, ohne dass in diesen wesentlich eingegriffen werden musste.
Die neu erbaute Anlage besteht aus einem 44 m hohem Bauturm und dem eigentlichen Pfad. Das oberste Stockwerk des Turmes ist eine Aussichtsplattform, von der hoch über dem Blätterdach nach allen Himmels- richtungen atemberaubende Aussichten möglich sind – bei guter Fernsicht bis hinüber zum Kyffhäuser. Der Pfad ist über eine Außentreppe, die sich um den Turm schlängelt zu erreichen. Er ist ein 300 m langer Rundkurs in einer Höhe von 24 Metern. An mehreren Stellen des 2 Meter breiten Pfades befinden sich Ausbuchtungen mit Sitz- gelegenheiten sowie informativen Elementen rund um den Nationalpark.
Die Besucher haben nun die Möglichkeit, den Baumkronenpfad zu erkunden und sich auf eine spannende Erlebniswanderung durch ein „grünes Gewölbe“ zu begeben.
Quelle: Allgemeiner Anzeiger für Erfurt vom 21. August 2005


 140 Jahre Trusetaler Wasserfall
 
Erst seit 1965 ist der genaue Geburtstag des Wasserfalls bekannt und wird auch erst seit dieser Zeit gefeiert. Nach langen Verhandlungen mit den betroffenen Grundstücks- eigentümern konnte der seit 1863 bestehende Plan zur Errichtung des Wasserfalls in Angriff genommen werden.
Am 28. April 1865 wurde die Eröffnung gefeiert und seither stürzt sich das Wasser über drei Felskaskaden 58 Meter tief in das Tal. Der als Anziehungspunkt für die Touristen gedachte Wasserfall erfüllt, wie die jährlichen Besucher- zahlen zeigen, seine Aufgabe hervorragend.
Mit dem in der Nachbarschaft bestehenden „Zwergenpark“ ist eine weitere Attraktion entstanden, die sich die Thüringer und ihre Gäste nicht entgehen lassen sollten.

 Jahresausstellung 2005 „Des Thüringers Brauch“
 in Wechmar
 
In der achtjährigen Geschichte des Thüringer Landestrachtenverbandes präsentiert er zum ersten Mal eine Landesausstellung mit Ausstellungsstücken aus dem gesamten Thüringer Land. Thema der einzigartigen Exposition ist das Brauchtum in Thüringen. Volkskundliche Ausstellungen zum Brauchtum sind eine gute Möglichkeit, ihren Besuchern Land und Leute näher zu bringen.
Das Brauchtum orientiert sich auf der einen Seite am Jahreslauf mit seinen vier Jahreszeiten sowie den festgeschriebenen christlichen Feiertagen wie Ostern, Pfingsten, Erntedank und Weihnachten und auf der anderen Seite am Lebenslauf von der Geburt bis zum Ableben mit Taufe, Schuleinführung, Konfirmation, Hochzeit und Tod. Durch die regionalen Unterschiede entsteht eine Vielfalt an Variationen, die diesen Themenkreis für ein immer zahlreicheres Publikum interessant werden lässt.
Die Ausstellung möchte einerseits darauf verweisen, wie vielfältig sich das ererbte Brauchtum darstellt und dient andererseits auch der Information, um Unbekanntes aus Familienbesitz oder von Dachböden mit Aufmerksamkeit zu betrachten und der Vergessenheit zu entreißen. So wird sowohl ein Einblick in das traditionelle lebendige Brauchtum als auch über Vergessenes gegeben.
Aus dem Praktizieren alter überlieferter Bräuche entwickeln Vereine, Gemeinschaften und Einzelpersonen Lebens- und Arbeitsfreude, Zusammengehörigkeitsgefühl und Stolz auf die heimatliche Region.
Die Ausstellung ist täglich von 8 bis 17 Uhr im Landhaus Studnitz in Wechmar zu sehen.

 100 Jahre Eisenacher Automobilgeschichte
 
Das neue Museum „Automobile Welt Eisenach“ ist Anfang Juni 2005 auf dem Gelände des ehemaligen Automobilwerks Eisenach eröffnet worden und präsentiert 100 Jahre Eisenacher Automobilgeschichte. Von den Anfängen am Ende des 19. Jahrhunderts über die Kriegs- und Nachkriegsproduktion bis zur Zeit nach der Wende, als mit Opel und BMW die Erfolgsgeschichte fortgesetzt werden konnte, gibt die Ausstellung in 12 Sektionen einen interessanten Überblick.
Am Beginn der Produktion stand der ausgestellte Wartburg-Motorwagen aus dem Jahr 1899. Ihm folgten mehr als 1,8 Millionen Fahrzeuge, die insgesamt bis 1991 in der Wartburgstadt gebaut wurden. Klangvolle Markennamen, wie Dixi, BMW, EMW, IFA und letztlich Wartburg, bekommen nun ihr eigenes Museum. Zu sehen sind Serienklassiker, Prototypen, Rennflitzer aus der erfolgreichen Rennsportabteilung der 50-iger Jahre, Rallyefahrzeuge, Zweiräder - wie die BMW R 75 - und Kuriositäten. Darüber hinaus können auch alternative Karosserieformen sowie Getriebe-, Antriebs- und Motorenentwicklungen bestaunt werden.
Neben der Ausstellung mit ca. 60 Fahrzeugen sind für die Besucher in einem begehbaren Fundus weitere Schmuckstücke und Raritäten zu sehen.

 35 Jahre Rennsteiggarten Oberhof
 
Aus Anlass der beiden Jubiläen „35 Jahre Rennsteiggarten“ und „60 Jahre Kulturbund“ gibt es in diesem Jahr für die Besucher ein umfangreiches Ausstellungsangebot im Oberhofer Rennsteiggarten. Zu den heimischen Pflanzen der Thüringer Höhenzüge gesellen sich Präsentationen Thüringer Künstler.
In der Ausstellung „Windpferde“ ist die Kombination aus tibetischen Gebetsfahnen und Pflanzen der Himalajaregion erlebbar. In einem zweiten Ausstellungsteil wird die Verwendung von Eisen und Naturstein zur Gestaltung von Tierplastiken gezeigt. Hier entstanden Spinnen, Ameisen, Schmetterlinge sowie zwei ein Meter hohe Gottesanbeterinnen.
In einer dritten Ausstellung sind Plastiken zu sehen, die unter Einbeziehung der natürlichen Wuchsform aus Wurzeln und Baumteilen gestaltet wurden. Die Kettensäge war das Arbeitsmittel für die Skulpturen, die in der vierten Ausstellung zu sehen sind. Neben dem Maskottchen „Hugo“, welches am Eingang des Rennsteiggartens steht, wurden weitere Waldbewohner aus dem Holz der Bäume geschnitten.
Im Mittelpunkt des neu gestalteten Informationszentrums stehen derzeit seltene und gefährdete Vogelarten der Kammlage des Thüringer Waldes. Die Besucher können sich über die Lebensweise der Vögel informieren und erfahren, wie sie einen eigenen Beitrag zum Schutz der Tiere leisten können.

 Bienenmuseum in Weimar wieder eröffnet
 
Nach anderthalb Jahren Zwangspause hat das Deutsche Bienenmuseum in Weimar seit Anfang April 2005 wieder seine Pforten geöffnet. Nun unter der Leitung des Thüringer Imker-Landesverbandes werden den Besuchern Einblicke in die Bienenwelt ermöglicht.
Auf dem ersten Deutschen Imkertag im Jahre 1902 hatten einige Imker dazu aufgerufen, die Gegenstände zu sammeln, mit denen sie ihren Beruf ausübten. Durch die rasante technische Entwicklung der Geräte waren die vorhandenen schnell überholt. Die gesammelten Honigschleudern, Abdeckhauben für die Bienenkörbe oder Rauchbläser bildeten die Basis des 1907 gegründeten ältesten Deutschen Bienenmuseums. Inzwischen ist für einige der gesammelten Gegenstände der Verwendungs- zweck nicht mehr nachvollziehbar. Hier würde man gerne auf den Rat älterer Imker zurückgreifen.
Schwerpunkt des Museums ist aber nicht der Blick in die Vergangenheit, vielmehr sollen mit lebenden Bienen die einzelnen Etappen gezeigt werden, die erforderlich sind, damit letztlich der Honig in das Glas gelangt. Der schon vor der Zwangspause vorhandene Kinderpfad durch das Museum soll weiter ausgebaut werden, damit den jugendlichen Besuchern die Bedeutung der Bienen für das Ökosystem noch besser veranschaulicht werden kann.
Ein Besuch des Museums ist nicht nur für aktive Imker sondern auch für alle „Honigesser“ ein Erlebnis.

 Ältestes Fachwerkhaus in Erfurt entdeckt
 
Das älteste Fachwerkhaus Thüringens steht in Erfurt. Untersuchungen bei den Sanierungsarbeiten haben ergeben, dass das Haus in der Regierungsstraße 3 aus dem 13. Jahrhundert stammt. Die Bäume für das Bauholz wurden 1292 gefällt. Das auffällig große Gebäude ist wohl als Wohnhaus und Speicher genutzt und von einer reicheren Bürger- oder Händlerfamilie erbaut worden.
Quelle: „Hallo Erfurt“ vom 12.03.2005


 Skitunnel bald in Oberhof
 
Der Bau des ersten Skitunnels in Deutschland ist beschlossene Sache. Baubeginn soll im Jahre 2006 sein. Die Kosten betragen 10 Millionen Euro.
Der Deutsche Skiverband hat sich für Thüringen ausgesprochen, weil die zentrale Lage, die gute Verkehrsanbindung und nicht zuletzt der hoffnungsvolle Nachwuchs an Wintersportlern überzeugt hat. Gleichzeitig stellt es eine Würdigung der jahrzehnte langen Erfolgsgeschichte in einem der weltbesten Skiclubs dar.
Der 1.300 Meter lange Tunnel soll im Jahre 2007 fertig sein und den Leistungssportlern von Juni bis Dezember hervorragende Trainingsbedingungen bieten. In dem vier Meter hohen und bis zu neun Meter breiten Tunnel, der auch zu touristischen Zwecken genutzt werden soll, können bis zu 50 Sportler gleichzeitig trainieren.
Einen derartigen Skitunnel gibt es bisher nur in Finnland.
 
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Update: 24.01.2009   © 2004 by Reiner Falk / 1999-2003 by allied media productions GmbH